Inception? (Ein paar Gedanken)

Eine Antwort auf Jules zu dem Kommentar zu dem Eintrag "Ein weiterer Tag auf Facebook":

Kannst du, wenn die Menschen manipuliert werden und das wurden sie während des Zweiten Weltkrieges, dann noch davon sprechen, dass die Menschen den Krieg wollen?
Wenn ich jemanden manipuliere, zwingen ich der Person dann nicht meinen Willen/ meine Ansichten auf, beeinflusse somit das Handeln der anderen Person, die dann aber letzten endes nicht nur das tut, was ich will? Oder wird durch die Manipulation mein Wille zu dem Willen der manipulierten Person?
Und wenn mein Wille auch mein Wille bleibt, auch wenn er von einer anderen Person gewollt wird, wann haben wir dann noch einen eigenen Willen?

- "Ich befinde Umweltschutz für gut." - "Warum?" - "Die Argumente von Greenpeace haben mich überzeugt. Die Statistiken haben mich überzeugt. Generell alle Informationen, die ich bekommen habe, haben mir gezeigt, dass der Umweltschutz notwendig ist."
Ist mein Wille, die Umwelt zu schützen, mein eigener oder der Wille der Menschen, die die Informationen verfasst haben, die mich dazu bewegt haben, die Umwelt schützen zu wollen?

- "Ich befinde den Umweltschutz für gut." - "Warum?" - "Ich habe die Welt gesehen. Ich habe gesehen, wie die Menschen mit ihrem Handeln der Umwelt nicht gut tun."
Wenn ich nun selbst die Person bin, die die Informationen zusammenträgt, kommt es dann zu meinem eigenen Willen? Nur durch das Handeln der Menschen, komme ich erst zu der Konklusion, der Umwelt helfen zu müssen. Nun, vielleicht ist es mein Wille, der aber erst durch das Handeln anderer Individuuen zustande kam.

Dieses Spiel, alles immer weiter zu hinterfragen, könnte ich wahrscheinlich ewig weiter spielen.
Ist es überhaupt notwendig zu wissen, woher genau unser Wille stammt? Sind die Folgen unseres Handelns nicht wichtiger? Ist es nicht egal, wenn mein Handeln positive Konsequenzen hat, woher dann meine Motivation dazu stammt?
Aber was, wenn das Handeln negative Konsequenzen hat. Wie weit darf man zurückdenken, um die Quelle der Konsequenzen zu finden? Beim Handelnden direkt? Schließlich hätte die Person nichts tun brauchen, was in irgendeiner Weise schädlich wäre. Aber was, wenn sie manipuliert wird? Ist die manipulierende Person dann wirklich schuld?
Heute habe ich keine Antwort darauf. Vielleicht morgen...



Zu dem Film Inception:
Wenn der Mensch so dermaßen beeinflussbar ist, wozu müssen wir dann noch in die Träume anderer eindringen, um sie von anderen Dingen zu überzeugen? Die Verankerung von neuem Gedankengut ist doch auch anderweitig möglich, sofern man herausfindet, wie man einen Menschen am besten davon überzeugen kann.
Ich glaube, der Film wurde als Science-Fiction-Film eingestuft. Vielleicht ist das Ganze ja gar keine Science-Fiction mehr und war es vielleicht auch nie?

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